Garnisions- und Rüstunsgsstandort, KZ und Kriegsgefangenenlager

Barth im Jahr 1944. Für zirka 35 000 Menschen begann ein Tag im November, wie er unterschiedlich nicht sein konnte. 7500 Einwohner hatte die Stadt am Bodden. Es war Krieg, viele Männer kämpften an den Fronten für Hitlerdeutschland und dennoch versuchten die Barther einen möglichst normalen Alltag zu erleben. Doch auch das gelang nur bedingt, denn in der Stadt wurde für die Rüstung produziert. Die Pommersche Eisengießerei beschäftigte zu diesem Zeitpunkt von zirka 200 Mitarbeitern 150 Ausländer, darunter viele Letten. In der Walter-Bachmann-Flugzeugbau KG in der sundischen Straße arbeiteten Osteuropäer. 4000 Arbeiter schufteten für die Rüstungsindustrie in den...

Handschlag auf der Recknitzbrücke

„Wir bilden die Klammer zwischen Mecklenburg und Vorpommern“, sagt Jürgen Borbe, der Bürgermeister der Doppelstadt Ribnitz-Damgarten. Seine Stadt hat ein Alleinstellungsmerkmal: Während Ribnitz in Mecklenburg liegt, beginnt an der Recknitz Vorpommern, in dem Damgarten liegt. Ein...

Schritte in eine neue Gesellschaft

Mit der politischen Wende von 1989 brach auch für Ribnitz-Damgarten eine neue Zeit an. Am 6. Mai 1990 wählten die damaligen DDR-Bürger erstmal demokratisch über ihre kommunalen Volksvertreter ab. Seitdem ist Jürgen Borbe Bürgermeister der Stadt Ribnitz-Damgarten. Vor ihm und seinem...

Eine sozialistische Kreisstadt

„Unsere Kreisstadt ist heute eine pulsierende, vorwärts strebende, alte und junge Stadt mit 17 500 Einwohnern, das politische, ökonomische und kulturelle Zentrum des Kreises“, schrieb J. Busch 1983 in der Festschrift zum Stadtjubiläum der Stadt Ribnitz-Damgarten. Sieben Jahre später...

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Die Ära des Faserplattenwerkes

Die Grundsteinlegung für ein Faserplattenwerk auf dem Gelände des ehemaligen Bachmann-Werkes am 4. Dezember 1953 sollte sicherlich auch ein Akt mit hohem Symbolcharakter sein. Das Flugzeugwerk von Walther Bachmann brachte der Stadt Arbeit und Aufschwung. Doch es war auch Wohlstand...

Ein „Bollwerk“ gegen Mecklenburg

„Das Städtlein hat keine Güter, von denen es etwas nehmen kann, auch keine Mittel, um Prozesse zu führen.“ Aus dem Protokoll eines schwedischen Landvermessers 1696 Natürlich musste auch auf der östlichen Seite der Recknitz, an der Grenze zwischen dem mecklenburgischen Fürstentum und...

Kämpfe an der Recknitz

„Am 4. November (1712) kamen die Schweden mit 20 000 Mann herüber und fingen an zu fouragieren (Verpflegung nehmen), solchergestalt, daß an dem 3. Tag, so sie hier stunden, die Stadt, Korkwitz, Borg, Klockenhagen, Neuhoff, Petersdorf, Bartelshagen und andere Dörfer gäntzlich...

Fanal zum Aufbruch in Damgarten

„Kameraden, der Augenblick ist gekommen, wo wir der Unterdrückung und Schmach des Vaterlandes rächen können… Ich fordere euch auf, mit mir auszuziehen zur Befreiung des Vaterlandes vom napoleonischen Joch.“ Ferdinand von Schill, 1809 Damgarten im Konzert der großen Geschichte!...

Schwierige Entwicklung

Als Damgarten 1258 das Lübische Recht zugesprochen bekam, begann die Entwicklung der Dorfsiedlung zur Stadt. Allerdings unterschied sich diese in wesentlichen Teilen von der in Stralsund oder Rostock und sogar von Ribnitz. Dies hat mehrere Gründe. Damgarten war zum Beispiel nicht...