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Newcomer schlug alten „Wahl-Hasen“

Kanckig, knackig! Die neun Kandidaten machten in Badehose wirklich eine gute Figur! Kaum Fettpölsterchen, eher gut bis sehr gut durchtrainiert. Es war schon ein sehenswerter Anblick, als die neun Kandidaten zur Wahl des Mister Nordvorpommern 2009 in der Nacht zum Sonntag nur knapp bekleidet auf der Bühne des Sportpalastes in Ribnitz-Damgarten Aufstellung nahmen. Lisa Wargulski, Miss Brandenburg und Jury-Mitglied, rollte mit den Augen: „Mein Lieblingsdurchgang.“ Die Scouts der Miss Germany Corporation hatten sich wieder viel Mühe gegeben, Qualität auf die Bühne zu bringen. Marco Benesch, amtierender Mister Mecklenburg-Vorpommern und ebenfalls Jury-Mitglied, war ganz stolz: „Von den neun Kandidaten habe ich fünf gecastet. Unten ihnen auch mein Fitnesstrainer.“

Aber auch angezogen, gleich zu Beginn des ersten Durchganges, zeigte sich der eine oder andere Kandidat zwischen 18 und 25 Jahren im Anzug durchaus ansprechend. Ein nettes Gesicht, ein nettes Lächeln. Ganz so einfach sollte wohl die Entscheidung nicht fallen, wer den Landkreis Nordvorpommern bei der Landeswahl vertreten wird. Allerdings „siebten“ sich einige der Herren beim Interview selbst aus. Auswendig gelernte Wortgruppen, schlecht gesprochen und in schlechtem Deutsch. Der Kandidat mit der Startnummer fünf machte die erste Ausnahme: Tom Naumann aus Hamburg hatte ja auch schon einige Erfahrungen, schließlich gewann er 2006 den Titel des Mister Mecklenburg-Vorpommern. Redegewand und mit weißem Anzug bekleidet, bewältigte er Interview und Catwalk sicher lächelnd. Die nächsten ernsthaften Konkurrenten folgten erst mit den Startnummern acht und neun. Der Krankenpfleger Nico Matzkeit aus Wismar und der Fitnesstrainer Nico Reinhardt aus Kladrum, der zudem auch noch bescheiden unter dem olympischen Motto: „Dabei sein ist alles“ antrat. Der Kreisch- und Klatschfaktor war bei jeweils bei Tom Naumann und Nico Reinhardt besonders hoch. Doch der erste Durchgang war noch nicht ganz zu Ende. Denn gleich danach waren die Kandidaten durch Moderator Karsten Pavel aufgefordert worden, für ein Produkt eine kurze und knackige Werbung auf die Bühne zu zaubern. Spätestens an dieser Aufgabe scheiterten die meisten Kandidaten und zeigten sich einfach ungeeignet. Da wurden im Gassenjargon hilflose Halbsätze von sich gegeben und ratlos gestammelt. Marcel Franz aus Crivitz, der für einen Taschenrechner Werbung machen sollte: „Ich benutz das Ding nicht. Man hat mich gezwungen, dass ich das machen soll.“ Kann man Unsicherheiten beim Interview noch entschuldigen und mit Aufgeregtheit begründen, so musste man bei diesem Durchgang den meisten (nicht allen) Kandidaten bescheinigen: keine Ausstrahlung, keine Kreativität, kein Bock. Auftritt verfehlt. Das traf nicht auf alle zu. Tom Naumann meisterte seine Aufgabe souverän (eine Glaskugel zur Vorhersage) und auch das Zitatenlexikon von Nico Reinhardt kam gut an. Vielleicht hätte auch Moderator Karsten Pavel nicht alles schön reden sollen. Die Damen bei der Wahl zur Miss Nordvorpommern meisterten diese Runde jedenfalls souveräner. Den Promotionwettbewerb gewann dann auch erwartungsgemäß Tom Naumann (24). Gesamtsieger wurde er allerdings nicht. Hier musste der „alte Wahl-Hase“ dem Newcomer Nico Reinhardt (21) den Vortritt lassen, der seinen Sieg seiner Freundin zum Geburtstag schenkte. Den dritten Platz belegte Nico Matzkeit (24).

Fazit der Nacht: Schöne Männerkörper werden immer gerne gesehen. Doch ohne Ausstrahlung keine Chance. Jungs, reden lernen!