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Tesche Elektroanlagen

Tesche Elektroanlagen ist in Gelbensande zu finden. Im Schlossweg 6a. Mitten in einer Einfamiliensiedlung, idyllisch gelegen. Das Geschäftshaus ist im hinteren Bereich des Grundstücks errichtet. Modern aber nicht protzig. Lediglich eine Werbetafel an der Straße kündet davon, dass hier ein Unternehmen seinen Standort hat – ein Familienunternehmen. Wer es nicht weiß: hier, jenseits der größeren Städte, ist einer der drei größten Elektrobetriebe Mecklenburg-Vorpommerns ansässig. „Unsere Stärken sind Effizienz und Organisation“, sagt Martina Tesche (53), die gemeinsam mit ihrem Mann Holger (52) das Unternehmen leitet. 1982 übernahmen beide den nun schon 61-jährigen Betrieb, der 1948 von Kunibert und Hildegard Hoeft in Gelbensande gegründet wurde. Nachdem Kunibert Hoeft früh starb, heiratete seine Frau 1959 den ehemaligen Konstrukteur der Neptunwerft Elektromeister Gerhard Bürgel. Das Elektrounternehmen wurde erfolgreich geführt und auch über die Kreisgrenzen bekannt. Als Schwiegersohn Holger Tesche gemeinsam mit seiner Frau Martina das Familienunternehmen übernahm, arbeiteten für den Handwerksbetrieb vier Mitarbeiter. Jetzt sind es 65 Menschen, die für das Gelbensander Unternehmen in ganz Deutschland unterwegs sind. Es ist zum großen Teil der Qualitätsanspruch von Holger Tesche, an sich und seine Mitarbeiter, der das Unternehmen erfolgreich macht. Es dieses „sich immer hinterfragen“ und dieses „nie zufrieden sein mit dem gegenwärtigen Stand“. Nur so ist es möglich gewesen, dass in Gelbensande schon zu DDR-Zeiten eine Computersoftware entworfen wird, die den gesamten Verwaltungsbereich managt. Nur die Wende verhindert eine größere Verbreitung. Doch der politische Umbruch läutet auch eine Zeit ein, die Martina Tesche als „aufregend und anstrengend“ beschreibt. Der kleine Betrieb musste sich neu strukturieren. Im August 1991 wurde die Tesche Elektroanlagen GmbH gegründet. Aufträge kamen kontinuierlich, die Mitarbeiterzahl stieg ebenso an. Rückschläge, wie der Brand des neuen Geschäftshauses 1994, wurden überwunden. Die Firma spezialisierte sich im Bereich Klinikbau. Die Helios Klinik in Schwerin, die Chirurgische Klinik der Uni Rostock, das Bernhard-Nocht Institut in Hamburg und der Campus in Kiel sind auf der Referenzliste des Unternehmens zu finden. Die Installation von OP- und Sicherheitstechnik sind in diesen Objektarbeiten eingeschlossen. Ein neuer Auftrag führt die Mecklenburger nach Neumünster zum dortigen Klinikum. Die Mitarbeiter der Tesche Elektroanlagen GmbH haben auch bereits in Polen und in Schottland gearbeitet.
Ein weiteres Geschäftsfeld ist der Flutlichtanlagenbau und die Objektbeleuchtung. Hier sind das Speedway-Stadion in Güstrow und die Außenanlagen der Yachthafenresidenz zu erwähnen. Im Jahr 2005 ist dem Elektrounternehmen der „Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege“ für die Mitarbeit am Walldiener Haus in Rostock überreicht worden.
„Bei all diesen Großprojekten dürfen wir natürlich nicht vergessen, dass wir auch weiterhin in der Region im Kundendienst mit Wartung und Reparaturen beschäftigt sind“, fügt Martina Tesche hinzu. Dies gilt auch für die Bereiche Wohnungsbau und -sanierung.
All diese Aufgabenfelder sind nur durch ein perfektes Projektmanagement, das die Planung, Ausführung und Dokumentation von Haustechnik mit Stark- und Schwachstrom aus einer Hand beinhaltet, zu bewältigen und so ist das Unternehmen zum führenden Dienstleiter in der Elektrotechnik geworden. Die Tesche Elektroanlagen GmbH hat gut 30 % seiner Mitarbeiter selbst ausgebildet und würde gerne auch aktuell Lehrlinge einstellen. „Wir brauchen gut ausgebildete Mitarbeiter, auf die man bauen kann und die uns voran bringen“, so Martina Tesche. Und so bleiben sich die Gelbensander treu: trotz des derzeitigen Erfolges gibt es keinen Stillstand.

Elektrounternehmen neu strukturiert
geschrieben im Mai 2010

„Ich bin sehr stolz auf meine Mitarbeiter. In dieser sehr schwierigen Situation hat sich gezeigt, dass es richtig war, jedem das Gefühl zu geben, dass es auch auf ihn ankommt, wenn das Unternehmen erfolgreich sein soll“, sagt Martina Tesche und versucht dabei, ihrer Stimme Kraft zu geben. Kraft hat sie gebraucht im vergangenen halben Jahr: Im November hat ihr Mann, Holger Tesche, den Kampf gegen den Krebs verloren. Damit ist nicht nur ein Ehemann und Vater, sondern auch der erfolgreiche Chef des Familienbetriebes Tesche-Elektroanlagen GmbH aus Gelbensande verstorben. Mit diesem Schicksalsschlag mussten nicht nur persönliche, sondern auch berufliche Dinge neu geordnet werden. Es war immens wichtig, dass die erfolgreiche Arbeit, Tesche-Elektroanlagen gehört zu den drei größten Elektrounternehmen in Mecklenburg-Vorpommern, weitergeführt werden kann. Martina Tesche (53) hat nun die alleinige Führung übernommen. „Ich musste lernen, nicht nur Entscheidungen vorzubereiten, sondern auch selbst zu treffen“, sagt sie rückblickend. Dazu musste die Struktur im Unternehmen neu geordnet werden. Eine der wichtigsten Stützen für Martina Tesche ist nun Ulf Kramm, ein langjähriger Mitarbeiter, der für den Einkauf und die Kalkulation in Eigenverantwortung zuständig ist. Ein wenig stolz ist die Geschäftsführerin darauf, dass auch ihr Sohn, Christian Tesche (34), ihr hilfreich zur Seite steht. Der bisher selbstständige Elektromeister betreut jetzt im familiären Unternehmen den Tiefbau und hat auch den Einkauf für diesen Bereich unter sich. Außerdem liefert er die Projektauswertungen. „Christian wird sich immer mehr ins Unternehmen einarbeiten und mir mit Rat und Tat zur Seite stehen“, so Martina Tesche, die mit zwei Neueinstellungen auch dafür gesorgt hat, dass der Personalumbau alle Ebenen erfasst hat. Jörn Rogoczinski verstärkt die Kalkulationsabteilung und Christian Koch ist in der Revisionsabteilung neu tätig. „Die Mitarbeiter müssen spüren, dass sie eigenverantwortlich arbeiten müssen und können. Diese Philosophie haben wir immer vertreten. So hat auch mein Mann gedacht und so werde auch ich die Geschäfte weiter führen“, so die Vorstellungen der Unternehmerin.
Auf diese Weise konnte Tesche-Elektroanlagen seine Aufträge zuverlässig erfüllen. Die Arbeiten am Campus in Kiel stehen kurz vor der Beendigung, gerade angefangen haben die Gelbensander mit den Elektroarbeiten am Neubau des Hauptzollamtes in Hamburg. Im kommenden Jahr wird wahrscheinlich das Hauptgebäude der Uni Rostock als Baustelle hinzukommen, um nur einige Beispiele der Arbeitsfelder des Unternehmens zu nennen. Der Blick ist also in die Zukunft gerichtet. Das bedeutet auch, dass Martina Tesche gerne neue Azubis einstellen möchte. Zurzeit werden vier Lehrlinge ausgebildet. Wer sich dafür interessiert, kann sich sicher sein, dass er in einem Unternehmen anfängt, das anspruchsvolle Aufgaben bereit hält, Verantwortung fördert und familiär geführt wird und dass dies zu einer hohe Identifikation mit dem Unternehmen und großem Zusammenhalt der Mitarbeiter untereinander führt. In guten wie in schwierigen Zeiten.

geschrieben im Oktober 2011

Das Unternehmen Tesche Elektroanlagen GmbH aus Gelbensande fühlt sich gut für die Zukunft gerüstet. „In einer Zeit, in der es immer schwieriger wird, qualifizierten Nachwuchs für ein mittelständiges Unternehmen zu bekommen, haben wir einen Generationenwechsel vollzogen“, so Geschäftsführerin Martina Tesche (55). Zwei Monteure, Steffen Bautz und Maik Siewert, haben im vorigen Jahr ihre Meisterprüfung abgelegt und sich bereiterklärt, im Unternehmen mehr Verantwortung zu übernehmen. „Das freut mich sehr“, so die Chefin, die ebenso die gute Entwicklung ihres Sohnes, Christian Tesche (36), anerkennend beobachtet. Der ehemals selbstständige Elektromeister arbeitet als Prokurist im Familienunternehmen.
Seit September ist der Auszubildende Christopher Schade im Gelbensander Elektro-Unternehmen. Martina Tesche hätte gerne noch einen zweiten Azubi eingestellt, doch leider lagen keine weiteren Bewerbungen vor, die eine Ausbildung rechtfertigten. Die Unternehmerin beklagt das schlechte Image des Mittelstandes hinsichtlich des Nachwuchses. „Das Handwerk hat es schwer. Dabei waren wir in den vergangenen Jahren sehr an der guten Entwicklung der Region beteiligt. Die Schulen, die Handwerkskammer und die IHK müssen da mehr für Aufklärung und Steuerung sorgen“, so Martina Tesche. Dabei hat zum Beispiel ihr Unternehmen durchaus nachhaltige Aufträge in der Region. Die Tesche Elektroanlagen GmbH arbeitet am Umbau der Alten Chirurgischen Klinik in Rostock mit, hat Aufträge für das Uni Hauptgebäude, ist am Standort der Spedition Rieck in Kavelstorf präsent sowie bei der Getreidewirtschaft am Überseehafen. „Natürlich haben wir auch Baustellen in den westlichen Bundesländern. Wir sind aber auch froh, regional vertreten zu sein“, so Martina Tesche, die sich über einen nicht geringen Auftragsvorlauf freut. Dennoch möchte sie den Kundendienst für kleinere Firmen, die ihre Gebäude umbauen oder Elektro-Überprüfungen benötigen, nicht vernachlässigen. Die Gelbensander sind ebenso für Privatleute da, denn Steckdosen gibt es ja überall.
Durch kluge Unternehmensführung, auch durch schwierige Zeiten, ist es dem Unternehmen gelungen, ein vertrauensvolles Betriebsklima zu schaffen, so dass mehr als ein Drittel aller Beschäftigten bereits über zehn Jahre in der Firma tätig sind. Da spielt es auch keine Rolle, dass der Chef weiblich ist. „Ich halte von der Frauenquote nichts. Wir stehen doch nicht unter Artenschutz? Wenn eine Frau sich behaupten will, dann behauptet sie sich auch. Frauen mit Power schaffen ihre Ziele. Ich jedenfalls fühle mich gut“, kommt selbstbewusst auf die Frage nach der aktuellen Quotendiskussion. Und wenn die Chefin Power hat – kann es für das Unternehmen nur gut sein.